Modernisierung ohne Bruch: Die zentrale Botschaft aus Denver

Die INFOCUS der Quest Oracle Community ist die zentrale Konferenz für Anwender, Partner und Experten rund um Oracle JD Edwards EnterpriseOne. Im Sheraton Denver Downtown boten drei Tage lang zahlreiche Sessions, Workshops und Live-Demos einen umfassenden Einblick in die aktuellen Entwicklungen und zukünftigen Möglichkeiten der Plattform.

Den Auftakt bildete die Keynote «JD Edwards: Modernization without Disruption» von Paul Houtkooper, Vice President Applications Development bei Oracle.

Die zentrale Botschaft: Modernisierung muss heute kein einmaliges Grossprojekt mehr sein. Stattdessen geht es um kontinuierliche Weiterentwicklung mit gezielten Verbesserungen, die sich Schritt für Schritt in den bestehenden Betrieb integrieren lassen. So können Unternehmen ihre JD Edwards Umgebung modernisieren, ohne bewährte Prozesse und stabile Abläufe unnötig zu verändern.

Release 26: Wenn Ausnahmen automatisch sichtbar werden

Ein Schwerpunkt der Praxis-Sessions lag auf Release 26 und der Frage, wie sich Ausnahmen im Tagesgeschäft schneller erkennen und bearbeiten lassen. Der Ansatz: Anwender müssen nicht mehr aktiv nach Abweichungen suchen. Relevante Hinweise werden direkt dort sichtbar, wo sie entstehen, und können gezielt analysiert und bearbeitet werden.

Mehrere Sessions zeigten anhand konkreter Beispiele, wie sich solche Szenarien mit EnterpriseOne umsetzen lassen, unter anderem mit UX One, Widgets, Personalisierungen und Orchestrierungen. Aus einer klassischen Fehlersuche wird so ein proaktiver Prozess: Das System macht auf relevante Abweichungen aufmerksam, unterstützt bei der Analyse und hilft, Fehler früher zu erkennen. Das reduziert den manuellen Prüfaufwand und macht die tägliche Arbeit mit JD Edwards effizienter und intuitiver.

Release 27 und Redwood: Wohin sich JD Edwards entwickelt

Neben den aktuellen Funktionen von Release 26 gab Oracle an der INFOCUS erste Einblicke in Release 27. Für Unternehmen sind diese Informationen besonders wertvoll, weil sie frühzeitig zeigen, welche Themen bei zukünftigen JD Edwards Projekten eine Rolle spielen können.

Die vorgestellten Neuerungen helfen dabei, die eigene Roadmap besser einzuordnen und kommende Schritte gezielter zu planen. Gerade bei bestehenden JD Edwards Landschaften ist das entscheidend, da neue Funktionen nicht isoliert betrachtet werden sollten, sondern im Zusammenspiel mit Prozessen, Systemarchitektur und Benutzererfahrung.

BIF mit wegweisung

Redwood sorgt für eine modernere User Experience

Welcome to Redwood

Mit Redwood rückt Oracle die Benutzeroberfläche stärker in den Fokus. Das moderne Designsystem soll JD Edwards konsistenter, intuitiver und näher an heutigen Nutzungserwartungen machen.

Für Anwenderinnen und Anwender bedeutet das eine klarere Bedienung und eine einheitlichere User Experience. Das kann die Einarbeitung neuer Mitarbeitender erleichtern und die tägliche Arbeit mit
EnterpriseOne vereinfachen.

Redwood ist deshalb mehr als eine visuelle Anpassung. Eine moderne Benutzerführung wird zunehmend wichtig, damit Prozesse nicht nur technisch funktionieren, sondern im Alltag auch effizient genutzt werden können.

KI in JD Edwards: Pragmatisch starten statt dem Hype folgen

Künstliche Intelligenz war eines der zentralen Themen der INFOCUS 2026. Im Vordergrund stand jedoch nicht der Hype, sondern die Frage, wie Unternehmen KI sinnvoll, schrittweise und kontrolliert in bestehende JD Edwards Prozesse integrieren können.

Entscheidend sind konkrete Anwendungsfälle, eine verlässliche Datenbasis und klare Rahmenbedingungen. Erfolgreiche KI-Bereitschaft beginnt nicht mit der Technologie allein, sondern mit einem klaren Business Case und den richtigen Daten.

Ein spannender Ausblick betrifft Release 27: Oracle kündigte an, einen MCP-Server (Model Context Protocol) in JD Edwards zu integrieren. Damit schafft Oracle eine standardisierte Schnittstelle, über die KI-Anwendungen und -Agenten künftig kontrolliert mit JD Edwards interagieren können.

Gleichzeitig bietet JD Edwards bereits heute Möglichkeiten, Prozesse zu automatisieren und effizienter zu gestalten. Dazu gehören der Orchestrator, Low-Code/No-Code-Funktionen und Enterprise Automation. Sie helfen, Systeme zu integrieren, Geschäftsprozesse zu automatisieren und Mitarbeitende im Tagesgeschäft zu entlasten.

Was bedeuten die Neuerungen für JD Edwards Kunden?

Die Impulse aus Denver zeigen: JD Edwards entwickelt sich kontinuierlich weiter. Unternehmen müssen nicht auf das nächste grosse Upgrade warten, um von neuen Möglichkeiten zu profitieren. Vielmehr lohnt es sich, den eigenen Release-Stand regelmässig zu prüfen und neue Funktionen gezielt dort einzusetzen, wo sie konkreten Mehrwert schaffen.

JD Edwards MCP Server

Für Unternehmen ergeben sich daraus klare Ansatzpunkte:

  • Updates kontinuierlich planen.
  • Die Möglichkeiten von Release 26 gezielt bewerten und nutzen.
  • Manuelle Abläufe identifizieren und mit dem Orchestrator automatisieren.
  • KI-Anwendungsfälle priorisieren und die Datenqualität sicherstellen.

Nicht jede neue Möglichkeit muss sofort umgesetzt werden. Entscheidend ist, die passenden Themen für die eigene Organisation zu identifizieren und daraus realistische nächste Schritte abzuleiten.

Internationaler Austausch beim Redfaire Partner Meeting

Im Rahmen der INFOCUS 2026 fand auch das alljährliche Partner Meeting von Redfaire International statt. Die internationale Redfaire Community bringt JD Edwards Partner aus verschiedenen Ländern und Märkten zusammen und schafft eine wichtige Plattform für den Austausch über aktuelle Entwicklungen, Erfahrungen und Herausforderungen.

Redfaire Gruppenfoto

Im Mittelpunkt standen Themen, die viele Unternehmen derzeit beschäftigen: die Weiterentwicklung bestehender JD Edwards Umgebungen, der Bedarf an Automatisierung, der Einsatz neuer Technologien wie KI und die Frage, welche Projekte in den kommenden Monaten priorisiert werden sollten.

Besonders wertvoll war der direkte Austausch mit Partnern und JD Edwards Kunden. Die Anforderungen unterscheiden sich zwar je nach Branche, Unternehmensgrösse und Region. Viele Herausforderungen sind jedoch vergleichbar. Genau dieser Perspektivenwechsel hilft, Entwicklungen frühzeitig einzuordnen und konkrete Handlungsfelder für die Praxis abzuleiten.

Unser Fazit aus Denver

Die INFOCUS 2026 hat deutlich gemacht: JD Edwards entwickelt sich kontinuierlich weiter, ohne die Stabilität bestehender Prozesse aus dem Blick zu verlieren. Release 26 zeigt bereits heute konkrete Möglichkeiten für mehr Effizienz und Automatisierung. Release 27, Redwood und neue KI-Funktionen geben einen Ausblick auf die nächsten Entwicklungsschritte.

Besonders wertvoll war für uns die Verbindung aus technologischen Impulsen, internationalem Partneraustausch und direkten Gesprächen mit JD Edwards Kunden. Denn der Nutzen neuer Technologien zeigt sich erst dann, wenn sie konkrete Anforderungen im Unternehmen unterstützen.

Aus Denver nehmen wir deshalb nicht nur neue Informationen mit, sondern vor allem konkrete Impulse für die Weiterentwicklung unserer Kunden und ihrer JD Edwards Landschaften.

Die eigene JD Edwards Roadmap gezielt weiterentwickeln

Sie möchten wissen, welche Entwicklungen aus der INFOCUS 2026 für Ihre JD Edwards Umgebung relevant sind?

Unsere JD Edwards Spezialisten unterstützen Sie dabei, den aktuellen Stand einzuordnen, Potenziale zu identifizieren und konkrete nächste Schritte abzuleiten, von der Nutzung der Möglichkeiten aus Release 26 über Orchestrator-Automatisierung bis hin zur Vorbereitung auf Release 27.

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