von Boss Info Redaktion

Ralph, du bist seit einem Jahr bei Boss Info. Wie hast du es erlebt und was hat dich im März nach Kavala geführt?

Ralph: Es war ein intensives Jahr – im besten Sinne. Boss Info ist das richtige Unternehmen mit einem starken Fundament. Kundennähe ist hier keine Floskel, sondern gelebte Realität. Genau das möchte ich weiter ausbauen.

Der Besuch in Kavala war ein bewusstes Follow-up: Vor einem halben Jahr war ich das erste Mal dort, um mich vorzustellen und die Richtung zu erklären. Diesmal war es Rückblick, Ausblick und vor allem ein aufrichtiges Dankeschön. Das Team hat nicht einfach entwickelt, sondern mitgedacht, Verantwortung übernommen und aktiv Lösungen gesucht. Das verdient echte Anerkennung.

Ralph vor dem Bildschirm

Wie erlebst du die Zusammenarbeit über die Distanz?

Ralph: Ein Teil unseres Teams und der Entwickler arbeitet in Kavala. Mit der Führung habe ich jede Woche eine Abstimmung, zweimal im Jahr bin ich persönlich vor Ort. Das Schönste war das Dankeschön des Teams: «Ralph, toll, dass du so nah bist, obwohl wir so weit entfernt sind.» Das hat mich wirklich berührt.

Diese Nähe pflegst du auch mit den Kunden. Erstmals habt ihr den Round Table online durchgeführt – wie war das?

Ralph: Wir haben uns bewusst dazu entschieden, zwei Round Tables pro Jahr zu machen – einen online und einen physisch. Das nimmt die Anreisehürde weg und erhöht die Frequenz.

Das Format hat sehr gut funktioniert, es gab allgemeine Informationen und Updates gefolgt von zwei Workshops: Produktion und Finanzen. Im Bereich Produktion stand die Kapazitätsplanung im Fokus. Im Bereich Finanzen haben wir Themen wie eBill und Lieferantenbelege mit individuellen Konditionen identifiziert. Und auf Wunsch unserer Kunden planen wir jetzt ein Webinar zu bossDocs.

Bild vom letzten bossERP Round Table

Am 5. November 2026 findet der nächste Round Table in Langenthal statt. Was dürfen Kunden erwarten?

Ralph: Beim nächsten Round Table machen wir in der Produktion weiter: Die Kapazitätsplanung wird laufend verbessert, im Finanzbereich folgen Updates zu eBill und Lieferantenkonditionen. Und dann ist da KI – ein Thema, das viele beschäftigt.

Wir haben einen Prototyp für eine KI-gestützte Suchfunktion in
bossERP entwickelt. Jetzt entwickeln wir daraus ein ausgereiftes Produkt mit Security, Datenschutz und Datensicherheit. KI ist die Zukunft: sie muss so eingesetzt werden, dass Unternehmen ihr vertrauen können.

Sicherheit ist ein wichtiges Stichwort: Wie ist bossERP in diesem Bereich aufgestellt?

Ralph: Sicherheit ist in bossERP durch ein rollenbasiertes Berechtigungssystem integriert und mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung umgesetzt. Auf unserer Lernplattform bossCampus bieten wir eine Vielzahl an Schulungen, spezifische für bossERP, aber auch allgemein zur Anwendung von KI, sowie IT Awareness Training. Phishing erkennen, KI-Tools sicher anwenden und Sicherheitsstandards einhalten steht hier im Fokus. Und über die ICT-Abteilung bieten wir Infrastrukturanalysen an: Wo hat die eigene Infrastruktur Lücken, wie schliesst man sie?

Bild von Ralph mit kopfhörer

Wenn es um Sicherheit geht, wollen viele Kunden eine echte Schweizer Lösung. Mit bossERP wird «Swissness» gelebt. Was ist darunter zu verstehen?

Ralph: bossERP ist eine der wenigen eigenständigen Schweizer ERP-Lösungen, ohne Abhängigkeit von grossen Investoren oder Systemhäusern. Unsere Lösung ist durch und durch schweizerisch und alle Daten bleiben in der Schweiz. Es kann On-Premises betrieben werden, oder wer in die Cloud will, bekommt eine Schweizer Cloud. Das ist eine von Boss Info betriebene Cloud in einem Schweizer Rechenzentrum in der Nähe von Bern.

Was sind die Vor- und Nachteile von On-Prem versus Schweizer Cloud?

Ralph: On-Prem steht für volle Kontrolle und Eigenverantwortung. Die Schweizer Cloud bedeutet: kein Infrastrukturaufwand, fixer Preis, und es bleibt schweizerisch. Das neue SaaS-Lizenzmodell gilt übrigens unabhängig davon, ob man On-Premises oder in der Cloud ist – auch das haben wir bewusst geändert. Mit dem SaaS-Modell «mietet» man User bzw. Lizenzen und kauft nicht einzelne Funktionalitäten. Dadurch profitieren unsere Kunden von der vollen bossERP-Funktionalität und einer gleichbleibenden, besser kalkulierbaren Investition über die Jahre.

«Schweizerisch» ist ja auch der bossERP Support, der regelmässig gelobt wird von euren Kunden.

Ralph: Ja, das stimmt, hier haben wir ein starkes Team von langjährigen Mitarbeitenden, die fachlich sehr kompetent sind und unsere Kunden kennen.

Für alle unsere Kunden habe ich noch einen praktischen Tipp: Support-Tickets über das Webportal zu eröffnen, spart die Erfassungsgebühr und ermöglicht jederzeit nachzuverfolgen, wie weit die Bearbeitung ist.

Updates gibt es auch zu bossGO und bossService. Stimmt es, dass du eine bossGo Formel errechnet hast für eine Spesenabrechnung ohne Schnittstellen?

Ralph: Ja genau, ich habe mir für bossGo mal angeschaut, wie schnell sich das für Kunden rechnet: Der Return on Investment liegt bei zwei bis vier Monaten. Danach spart das Unternehmen monatlich Zeit und Geld. Auf Anfrage rechne ich das allen Interessenten gerne individuell aus.

bossGO
Unsere Weboberfläche für Zeiterfassung, Abwesenheiten und Spesenabrechnung ist jetzt auch als Standalone-Lösung verfügbar, also speziell für Unternehmen, die nicht das gesamte ERP einsetzen möchten.

bossService
bossService optimiert Ihren Service mit grafischer Disposition, mobiler App inkl. Foto und Unterschrift, flexiblen Einstellungen und nahtloser ERP-Integration. Das Resultat: schnellere Verrechnung, weniger Aufwand und zufriedenere Kunden.

Ein Projekt, das vor kurzem gestartet ist: Das grösste Projekt in der bossERP Geschichte. Was gibt es hier bereits zu berichten?

Ralph: Hier geht es um den Hauseigentümerverband Schweiz mit rund 120 Sektionen, regional auf Kantone und dem Dachverband Schweiz verteilt. Aufgabenstellung ist eine Portal- und bossERP-Lösung für die Mitgliedererfassung, Verrechnung, Event-Abwicklung und vieles mehr. Das Projekt gilt als Stack-Projekt, denn es arbeiten vier Business Units zusammen: ERP, Business Solutions, ICT und die Academy.

Wir haben den Kickoff gemacht, vier Workshops durchgeführt, in denen die Anforderungen konkretisiert wurden. Die Atmosphäre ist offen und konstruktiv – die Chemie stimmt. Wir freuen uns schon sehr auf die nächsten Schritte.

Ralph, zum Abschluss: Wohin geht die Reise mit bossERP?

Ralph: Ich möchte, dass bossERP das verlässlichste, nahbarste ERP der Schweiz ist. Nicht das lauteste, nicht das grösste, aber das vertrauenswürdigste. Wir verbessern uns laufend, setzen KI verantwortungsvoll ein und bleiben dabei sympathisch. Das Team – in der Schweiz und in Kavala – zieht an einem Strang und das spüren unsere Kunden.

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Executive Board, Head of bossERP

+41 62 544 74 17
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