Steigende IT-Kosten ab 2026

Microsoft 365 im Wandel: Neue Funktionen, höhere Kosten

Microsoft hebt ab dem 1. Juli 2026 weltweit die Preise für Microsoft 365 an. Gleichzeitig werden zahlreiche neue Features integriert – insbesondere KI-Tools, erweiterte Sicherheitsfunktionen und verbesserte Verwaltungsoptionen. Diese Verbesserungen steigern zwar den Nutzen, führen jedoch auch zu merklich höheren Lizenzkosten. Für kleine und mittelständische Unternehmen entsteht dadurch akuter Handlungsbedarf, zumal zusätzlich die Hardwarepreise anziehen.

Warum steigen die M365-Preise?

Microsoft hat Microsoft 365 in den vergangenen Jahren massiv ausgebaut. Dazu gehören:

  • Neue Sicherheitsmodule
  • KI-Unterstützung in Word, Excel oder Teams
  • Verbesserte Verwaltungsmöglichkeiten für Admins

Viele dieser Funktionen werden künftig in mehreren Tarifen standardmässig enthalten sein und fliessen entsprechend in die neue Preisgestaltung ein.

Wie stark steigen die Kosten?

Die offiziell angekündigten Microsoft‑Preisanpassungen fallen je nach Tarif unterschiedlich aus:

Suite Preisanpassung in % (Basis USD)
Business Basic + 16,7%
Enterprise E3/E5 + 12%
Microsoft 365 E3 + 8,3%
Microsoft 365 E5 + 5,3%
Microsoft 365 F1 + 33%
Microsoft 365 F3 + 25%

Unternehmen, die 2026 neue Lizenzen erwerben oder bestehende Verträge verlängern, sollten ihre Budgetplanung daher zeitnah anpassen.

Die Angaben basieren auf USD-Listenpreisen bei jährlicher Abrechnung. Die endgültigen CHF-Preise werden noch bekannt gegeben.

Steigende Hardwarepreise: Ein zweiter Kostentreiber

Neben den Microsoft-Preiserhöhungen verschärft sich auch die Situation am Hardwaremarkt. Die Preise steigen aus mehreren Gründen: anhaltend hohe Nachfrage trifft auf begrenzte Produktionskapazitäten, während Rohstoff-, Energie- und Transportkosten zunehmen. Geopolitische Unsicherheiten, fragile Lieferketten und der weltweite KI-Boom verstärken diesen Trend zusätzlich. Die Folge: Hardwarekomponenten werden flächendeckend spürbar teurer.

Aktuelle Preisentwicklung zentraler IT-Komponenten:

  • Netzteile: +6 bis +10 %
  • CPU-Kühler (Luft und Wasser): +6 bis +8 %
  • Arbeitsspeicher und SSDs: teils extreme Anstiege bis zu 70 %
  • NAND-Flash für SSDs: bis zu +38 %

Damit steigen die Gesamtkosten der IT-Infrastruktur für Unternehmen aus zwei Richtungen gleichzeitig – durch höhere Software- und Hardwarepreise.

Die nächsten Schritte für KMU

Bevor kleine und mittelständische Unternehmen auf die kommenden Preisentwicklungen reagieren, ist es entscheidend, frühzeitig klare Prioritäten zu setzen und die eigene IT- und Lizenzlandschaft strategisch zu überprüfen. Gleichzeitig sollten Unternehmen die Auswirkungen der stark steigenden Hardwarepreise berücksichtigen:

  • Kurzfristige Angebote sind oft nur begrenzt gültig
  • Nachbeschaffungen werden teurer als ursprünglich geplant
  • Budgetierungen müssen an die neuen Marktpreise angepasst werden
  • Lieferzeiten können sich weiter verlängern

Kurz gesagt: Wer Hardware erst «bei Bedarf» beschafft, riskiert nicht nur höhere Kosten, sondern auch Verzögerungen im laufenden Betrieb.

Wir bei Boss Info empfehlen Ihnen konkret

  • Lizenzbedarf und Nutzung präzise prüfen
  • Ungenutzte oder falsch dimensionierte Lizenzen bereinigen
  • Vertragslaufzeiten und Verlängerungen strategisch terminieren
  • Hardwareanschaffungen frühzeitig planen oder vorziehen
  • Bestehende Systeme auf Lebensdauer und Optimierungspotenzial analysieren
  • Ersatz- und Erweiterungsbeschaffungen strategisch planen
  • Budgets realistisch an die Marktentwicklungen anpassen

Mit einer klar strukturierten Analyse, gut durchdachten Lizenzstrategien und vorausschauenden Hardwareinvestitionen können Unternehmen die kommenden Preissteigerungen abfedern und langfristig Kosten stabilisieren.

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