Themen und Trends aus ICT und Schweizer Wirtschaft

Interview mit Simon Boss zum Swiss Economic Forum 2023

Simon Boss ist Visionär und bezeichnet sich als Optimist. Der VRP der Boss Info, dem führenden KMU-Provider für ICT- und ERP-Lösungen mit 300 Mitarbeitenden, hat das Unternehmen aufgebaut.

Boss Info verfolgt eine klare Wachstumsstrategie mit dem Ziel, der führende Schweizer Informatik-Gesamtanbieter für ERP, Collaboration, Business Software, ICT und DMS mit rund 1‘000 Mitarbeitenden zu sein.

Simon hat am Swiss Economic Forum vom 8.–9. Juni 2023 in Interlaken teilgenommen. Im Interview stellt er sich offen und direkt unseren Fragen und teilt seine Eindrücke und Ansichten.

Welchen Stellenwert hat das SEF aus deiner Sicht für die Schweizer Wirtschaft?

Simon Boss: Der Stellenwert ist hoch, die mediale Berichterstattung umfassend. Am wichtigsten finde ich am SEF die gebotene Plattform für den unkomplizierten, übergreifenden Austausch zwischen den Teilnehmenden. Natürlich erhalten die Premiumpartner (ABB, Allianz, AMAG, IBM, PWC, Swisscom und UBS) der Wirtschaftskonferenz auch entsprechend im Programm ihre Plattform. Hier funktioniert das SEF wie andere Gefässe auch, die Key-Partner bestimmen Programm und Inhalte.

Auf welchen Ebenen profitiert die Schweizer Wirtschaft vom Austausch zwischen Politik, Wissenschaft, Medien und Wirtschaft, der im Zentrum des SEF steht?

Am SEF ist es informell und einfach möglich, sich Themen und Disziplinen übergreifend mit den verschiedensten Persönlichkeiten auszutauschen. Das fördert das Verständnis untereinander und führt zu mehr interdisziplinären Projekten.

Häufig ist die Rede von den Schweizer KMUs als Backbone der Schweizer Wirtschaft. Widerspiegelt sich die Wichtigkeit der KMUs am SEF?

Ein KMU ist gemäss Definition des Bundesamtes für Statistik (BFS) ein Unternehmen mit maximal 250 Mitarbeitenden. Die gesamte Unternehmenslandschaft umfasst rund 600‘000 Unternehmen mit über 4.5 Mio. Beschäftigten, davon 598‘000 KMUs mit 3 Mio. Beschäftigten und 1‘600 grosse Unternehmen mit 1.5 Mio. Beschäftigten.

Am SEF sind eher die grossen Unternehmen vertreten. Bei den SEF-Partnern sucht man eine KMU-Vertretung vergebens. Die Verteilung der Teilnehmenden ist mir persönlich nicht bekannt.

Welche Persönlichkeiten haben dich mit ihren Auftritten und Statements besonders beeindruckt?

Alain Berset fand ich sehr beeindruckend, eloquent und humorvoll. Ihm ist es hervorragend gelungen, aufzuzeigen wie schwierig es ist, den richtigen Zeitpunkt zu finden, zu dem die Politik mit konkreten Massnahmen in die Marktwirtschaft eingreift. Die Kraft und Passion, die Alain Berset an den Tag legt, waren sehr gut spürbar.

Sergio Ermotti hat mich damit überzeugt, dass die UBS einen klaren Plan für die Integration der Credit Suisse hat. Persönlich bin ich sicher, dass die UBS keine Kompromisse eingehen wird und die wirtschaftlich besten Lösungen umsetzen wird. Es gibt keine Zeit für falsche Nostalgie. Die Marke «Credit Suisse» wird nach 167 Jahren verschwinden, weil man das Vertrauen über die Jahre mit unzähligen Skandalen verspielt hat. «Vertrauen in Menschen» sieht Sergio Ermotti als Grundlage für die Zusammenarbeit mit einer Bank.

Welche 3 Key Take Aways hast du aus Interlaken mitgenommen?

Vertrauen

Das gegenseitige Vertrauen ist das Wichtigste, auch in einer Geschäftsbeziehung.

Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz ist in der Phase angekommen, dass sie auch Sprache versteht und antworten kann. Wir sollten KI als Werkzeug sehen, wie es früher ein Taschenrechner war. 

Attraktion von Talenten

Die Schweiz hat exzellente Hochschulen und alle Zutaten für die den Aufbau neuer führender Unternehmen. Unser Land ist sehr attraktiv für Investoren und in der Attraktion von Talenten. 

Was gibst du deinen Kolleginnen und Kollegen in Führungs-Positionen in ICT-Unternehmen als wichtigste Message vom diesjährigen SEF mit?

Zeit für Kontakte

Mein erster Tipp: Nimm dir Zeit für Kontakte, es lohnt sich. In zwei Tagen in Interlaken konnte ich viele Kund*innen, Lieferant*innen und andere Persönlichkeiten sehr effizient und spontan treffen.

Digitalisierung

Als zweiter Tipp: Für uns Unternehmer aus der ICT steht Digitalisierung oft an erster Stelle. Im effektiven Zentrum aber stehen die Menschen und ihre Bedürfnisse und Wünsche. Fokussieren wir uns wieder auf die Menschen, erschaffen wir automatisch kundenfreundliche Lösungen.

Zum Abschluss eine ganz andere Frage: wo bist du lieber, am SEF in Interlaken oder im Herzen der Boss Info in Farnern?

Interlaken ist sehr schön und ein touristischer Hotspot der Schweiz.

Ich bevorzuge Farnern, ein kleines Dorf auf dem Jura, sehr beschaulich und ruhig, eingebettet in eine fantastische Landschaft. Für mich ein Kraftort, der mich stark geprägt hat und mich auch nach fünfundzwanzig Jahren immer noch inspiriert. Gerade der Gegensatz zwischen der doch meist sehr abstrakten IT und der intakten Natur war seit der Gründung der Boss Info ein wichtiger Ausgleich und eine gute Erdung.

Herzlichen Dank für das Interview und die spannenden Insights rund um das Swiss Economic Forum und deine persönliche Sicht auf aktuelle Themen.

Wir sind gespannt auf die Entwicklungen am Markt und arbeiten alle daran, dass die Boss Info der führende Informatik-Gesamtanbieter wird.

Simon Boss «on Tour»

Simon Boss, VRP der Boss Info ist Visionär und Optimist. Im Interview gibt er seine persönliche Eindrücke und Highlights vom Swiss Economic Forum wieder und teilt seine Sicht zu aktuellen Themen und Trends aus der ICT und der Schweizer Wirtschaft.

Die abschliessende Frage zu «Interlaken oder Farnern» beantwortet er mit einem Schmunzeln und erklärt die Wichtigkeit von Farnern für die Boss Info.

www.bossinfo.com/sb

Simon Boss im Interview
Simon Boss im Interview
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