Die Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern entscheidet sich für die Individualentwicklung einer Fachapplikation

Digitalisierung hochkomplexer Fachprozesse

Individuelle Entwicklung einer Fachapplikation auf den Punkt gebracht

Im Amt für den öffentlichen Verkehr und Verkehrskoordination (AÖV) der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) laufen Planung und Finanzierung für sämtliche regionalen und lokalen Linien des öffentlichen Verkehrs zusammen. Die bisher einzeln, analog verwalteten Prozesse sind hochkomplex und setzen sich aus folgenden Teilaufgaben zusammen:

  • Planung der Linienführung der Angebotsdichte in der Zukunft, basierend auf den effektiven Zahlen der letzten Jahre
  • Offertanfrage durch das AÖV
  • Linienweise Offerten des Transportunternehmens
  • Bestellung der Linien bei den Transportunternehmen
  • Abrechnungen mit den Transportunternehmen

Das aufwendige Bestellverfahren erfolgte bisher mithilfe einer Fachapplikation sowie auf Basis von vielen unterschiedlichen Excel-Listen und manueller Abklärungen (per Telefon oder per E-Mail) mit den involvierten Transportunternehmen. Als sich das Ende des Lebenszyklus der vorhandenen Applikation abzeichnete, entschied sich der Kanton Bern, von Grund auf eine neue Entwicklung in Angriff zu nehmen.

Oberstes Ziel des Projekts war es, sämtliche Teil-Prozesse in einer zentralen, zukunftsfähigen und anwenderfreundlichen Fachanwendung zusammenzufassen. «Das Bestellverfahren ÖV sollte vollständig elektronisch abgewickelt werden können», so Stefan Galli über die Anforderungen an eine performante und benutzerfreundliche Anwendung, welche auch für involvierte Mitfinanzierungspartner zugänglich sein sollte. Eine Schnittstelle zum sicheren Austausch von schützenswerten Daten mit diesen Partnern war ein weiteres wichtiges Kriterium an die neue zentrale Lösung.

Stefan Galli, stv. Abteilungsleiter Wirtschaft und Finanzen, AÖV

«Mit der Fachapplikation OLIVIA lässt sich der gesamte Arbeitsprozess des Bestellverfahrens von der Anfrage bis zum Abschluss der Vereinbarung abbilden. Die integrierte Datenaustauschplattform verschafft uns im Vergleich zu anderen ÖV-Bestellern eine massive Vereinfachung.»

Die langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den hochspezialisierten Entwickler*innen der Boss Info in Verbindung mit dem unterbreiteten, wirtschaftlich interessanten Angebot gaben schliesslich den Ausschlag, dieses auch zeitlich ehrgeizige Projekt mit Boss Info umzusetzen.

Vollelektronische und medienbruchfreie Fachapplikation für das Bestellverfahren

Die Fachapplikation OLIVIA (Offerten, Linienverwaltung, Vereinbarungen, Ist-Rechnungen, Abgeltungen) digitalisiert die komplexen Prozesse des Kantons Bern zur Abwicklung des gesamten Planungs-, Finanzierungs- und Verrechnungsprozesses für Linien des öffentlichen Verkehrs in einer zentralen Enterprise Business Applikation. «Transportunternehmen können aus ihren Kernsystemen die Offerten erstellen und diese dem AÖV digital zukommen lassen», führt Alain Nater, Projektleiter seitens Boss Info durch die Lösung. Einmal beim Kanton Bern eingegangen, überprüfen die zuständigen Sachbearbeitenden die Offerten, eine allfällige Nachbesserung inklusive – digital, vollumfänglich in OLIVIA abgebildet. Zur Umsetzung der Fachapplikation OLIVIA haben sich die Spezialist*innen der Boss Info am Microsoft Technologiestack orientiert.

Alain Nater, Teamleiter Projektleiter Business Solutions bei Boss Info

«Der Schlüssel zum Erfolg einer solch hochkomplexen Fachanwendung ist der Einbezug der entsprechenden Fachpersonen auf Kundenseite. Gemeinsam mit den Spezialist*innen aus den Bereichen konnte eine grossartige Lösung entwickelt werden, welche die tägliche Arbeit beim AÖV erleichtert.»

Das Ergebnis

Neben der Vereinfachung in der Abwicklung für die Sachbearbeitenden haben auch die Nachvollziehbarkeit, Vollständigkeit und Durchlaufgeschwindigkeit in der Angebotsphase gewonnen. Externe Nutzer wie der Bund, die Kantone oder Unternehmen verfügen über dieselben Informationen, die in OLIVIA abrufbar sind. «Der Zugang über BE-Login ist einfach, logisch und benutzerfreundlich», beginnt Stefan Galli und meint weiter: «Den durch Covid verursachten Mehraufwand in Bezug auf die Datenerfassung hätten wir ohne OLIVIA und deren Automatismen kaum bewältigen können.» Covid hat beim BVD allerdings auch zu unerwarteten Anforderungen geführt. «Allesamt liessen sich mittels OLIVIA gut abwickeln. Besonders gefreut haben uns die positiven Rückmeldungen aller betroffenen internen und externen Stellen», schliesst Stefan Galli, der sich darin bestätigt sieht, mit der Neuentwicklung und Einführung von OLIVIA den richtigen Weg eingeschlagen zu haben.

Für Fragen zu diesem interessanten Referenzprojekt zur individuellen Entwicklung von Fachapplikationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Über die Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern

Auszug, Quelle BVD: Seit jeher beeinflussen die Menschen ihren Lebensraum. Früher wurde der Raum als unbegrenzt und die natürlichen Ressourcen als unerschöpflich betrachtet. Heute wird die Forderung nach haushälterischem und sorgfältigem Umgang mit der Landschaft, mit Boden, Luft und Wasser kaum mehr bestritten. Die verschiedenen Bedürfnisse nach Nutzung einerseits, nach Schutz und Sicherung des Lebensraumes andererseits, müssen in Einklang gebracht werden. Die Pflicht der Bau- und Verkehrsdirektion (BVD) ist es, eine nachhaltige Entwicklung anzustreben. Denn wir müssen auch kommenden Generationen eine lebenswerte Heimat mit Gestaltungsspielraum hinterlassen.

In der Bau- und Verkehrsdirektion (BVD) wird mit vielfältigen Leistungen an der Zukunft unseres Gemeinwesens gearbeitet. Diese Arbeit ist aber kein Selbstzweck, sondern Dienst an der Mitbürgerin, am Mitbürger. Sie stehen als «Kunden» des BVD im Vordergrund – als Gesuchstellende oder Beschwerdeführende, als Grundeigentümerinnen, Strom- und Wasserverbrauchende, Abfallverursachende oder Verkehrsteilnehmende.

www.bvd.be.ch

Sie haben Fragen zu unseren Lösungen mit Fachapplikationen?

Gerne stehe ich Ihnen zur Verfügung.

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